In dem majestätischen Alpentriptychon Leben–Natur–Tod (Werden–Sein–Vergehen) realisierte Segantini eines der letzten sinnstiftenden Programmbilder der Epoche. Es entwirft das Bild menschlicher Existenz in harmonischem Einklnag mit der Natur. Seit 1897 plante der Meister ein gigantisches Alpenpanorama für die Pariser Weltausstellung von 1900, das in einem vom Künstler entworfenen Pavillon präsentiert worden wäre. Das Vorhaben scheiterte an den hohen Kosten. Schliesslich fügte Segantini die zwei 1896 begonnenen Bilder Leben und Tod mit dem neuen Mittelstück Natur zu einer Einheit zusammen.

Zusammen mit dem monumentalen Alpentriptychon La vita - la natura - la morte (oder: Werden - Sein - Vergehen) sowie Gemälden der eigenen Sammlung wie La raccolta del fieno (Die Heuernte) oder La portatrice d'acqua (Die Wasserträgerin) ist mit der herausragenden Werkgruppe der Otto Fischbacher/Giovanni Segantini Stiftung im Segntini Museum in St. Moritz das weltweit umfassendste und bedeutendste Ensemble des grossen Erneuerers der Alpenmalerei zu sehen.


Der St. Galler Textilindustrielle Otto Fischbacher erwarb die zwölf Werke zwischen 1920 und 1950. Sie stellen das Schaffen Giovanni Segantinis ausfuehrlich vor, wobei der Hauptakzent mit sechs Gemaelden auf der Savogniner Periode (1886-1894) liegt.